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Groß Grönau

Wie alles begann

Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Hund für meine Mutter. Da fiel mir die Jubiläumsausgabe von Der Terrier von 1984 in die Hand. Und unter all den Bildern von vielen schönen Terriern blieb mein Blick und mein Herz hängen an denen von Irish Terriern. Diese Rasse war schon eine Klasse für sich.

Aber noch hatten wir einen munteren, eigensinnigen Westie und für uns kam zunächst einmal kein weiterer Hund in Frage.

Erst viele Jahre später, nachdem unser Gershwin uns verlassen hatte und wir uns sicher waren: jetzt soll ein neuer Vierbeiner unser Begleiter sein, konnte  der Traum vom Irish Wirklichkeit werden.

Aber war er noch der „rote Teufel“, der keiner Rauferei aus dem Weg ging? Wir sprachen mit Besitzern und Züchtern und wurden eines Besseren belehrt: der wilde Raufer war inzwischen zu einem tollen Familienhund geworden. Sicher kein Hund für jedermann. Aber genau das Richtige für Menschen, die lieber in freier Wildbahn oder in Feld und Flur unterwegs sind. Die eher den Fahrradsattel als das Sofa „besetzen“ und die sich gerne bewegen. Kein Hund, der einem ständig am Rockzipfel hängt, sondern eher einer, der auch schon mal eigene Wege geht, dennoch anhänglich, schmusig, freundlich zu Menschen aller Alterklassen und ein toller und robuster Freund für Kinder ist.

Mit dem rauhaarigen Fell, ein Hund, der in der Wohnung nicht übermäßig haart, nicht viel Dreck hereinträgt, der aber 2-4 Mal im Jahr getrimmt werden muss, um das alte Haar zu entfernen.

Sorgfältig suchten wir nach einem Zwinger, in dem schon die Welpen so geprägt werden, dass sie gut auf das Leben im Menschenrudel vorbereitet  sind und den wir nach Geburt der Welpen regelmäßig besuchen konnten. Damit auch wir genügend Zeit für den kleinen Hausgenossen hatten, sollte es ein „Sommerhund“ werden.

Man sieht also: wir hatten unsere Vorstellungen und wussten genau, was wir wollten. Das Glück war uns hold: schon im Urlaub trafen wir ein junges Paar mit einem Irish Terrier, der uns gleich bezauberte und wie sich herausstellte, kam er vom Niederrhein aus liebevoller Hobbyzucht, war super geprägt und hatte sein Frauchen und Herrchen zu stolzen und glücklichen Irishfans gemacht . Es war Jim Bob vom Akazienhain .

Dass in Wesel dann auch noch im Frühsommer Welpen geboren und zum Juni hin abgegeben werden sollten und uns die Züchterin und der Zwinger dort bei einem frühzeitigen Besuch auf Anhieb sympathisch waren war ebenso ein Glückstreffer.

 
 
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